Donnerstag, 24. September 2009

Das schöne Logo der "Schöner Abend Show".

Danke, Mario!*




*Mario ist unser Hausgrafiker und so ganz nebenbei noch der Mann fürs Grobe. Wenn mal der Server hustet. Oder das Video nicht funzt. Oder mal wieder Lastminute- Flyer gedruckt werden müssen.

Samstag, 19. September 2009

Ui, schon wieder Presse

Astrid Biesemeier in der



"Das Leben bittet zum Totentanz

Tim Egloff von den Frankfurter «Landungsbrücken» gelingt mit Horváths «Glaube Liebe Hoffnung» eine eindrucksvolle und berührende Inszenierung.

Die Zeiten sind schlecht. Aber mit Glaube, Liebe, Hoffnung müsste es bei Arbeit, Leben, Liebe doch klappen. Oder nicht? Bei Ödön von Horváth lautet die Antwort: nein.
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Die junge Elisabeth will aus finanzieller Not ihren Körper an die Anatomie verkaufen, versucht ihr Glück mit der Selbständigkeit, landet wegen einer Kleinigkeit im Gefängnis, lernt, als sie wieder frei ist, einen Polizisten kennen, der sie verlässt, als er von ihrer Vorstrafe hört. Elisabeth ist verzweifelt und geht ins Wasser. Die Parallelen zum Heute sind so unübersehbar, dass Regisseur Tim Egloff nicht aktualisiert hat. Drei stufenförmig ansteigende Tribünen machen von Anfang an sichtbar, dass Elisabeth immer etwas unterhalb der Gesellschaft bleiben wird. Ist in der ersten musikalisch unterlegten Pause zwischen den Akten bei Elisabeth noch etwas wie ein Tanz auszumachen, so zuckt sie in den zwei folgenden nur noch wie eine Marionette auf dem Weg in den «kleinen Totentanz», den Horváth seinem Stück als Untertitel mitgab.

Maja Hofmann liefert als Elisabeth ein bewegendes und berührendes Spiel. In ihren Blicken ist erst Hoffnung, dann Erstaunen, dann Irritation und schließlich eine an Wahn grenzende Verzweiflung zu lesen. Elisabeths ganze Verstörtheit drückt sie in kleinen und kleinsten Gesten aus. Sie ist hier eine sehr zarte und sehr unschuldige Frau, die sich redlich um Arbeit, Leben und Liebe bemüht und sich dennoch in den Fäden einer zynischen, rohen, kleinkarierten Gesellschaft verheddert. Lisa Hofer und Sophie Melbinger lassen im Wechsel aus chorischem Sprechen und Dialogen ein ganzes Gesellschaftspanorama entstehen.

Diese Inszenierung ist ein kleiner Theaterglücksfall."

Mittwoch, 16. September 2009

Sie haben Presse. Gute.



"Horváths "Glaube Liebe Hoffnung" in Frankfurt
Finale Entwertung
Von Jamal Tuschick

Sie will für sich nur das Nötigste, letztlich bloß den Anschein einer Existenz. Ihre sozialen Konturen verklumpen im Elend einer Rezession mit allgemeiner Arbeitslosigkeit. Deutlich sichtbar sind nur die Zwänge, aus denen sich die Klemme ergibt, in der Elisabeth steckt. In Tim Egloffs - die Chancen einer Aktualisierung angenehm ungenutzt lassenden - Inszenierung von Ödön von Horváths 1932 uraufgeführten Stück "Glaube Liebe Hoffnung" im Frankfurter Landungsbrücken-Theater wird das vom ersten Augenblick an zum packenden Erlebnis.

Der Körper als Pfand

Unter einem drohend schwarzen Moltonhimmel vollzieht sich Elisabeths Scheitern so akkurat wie das Tagewerk eines Uhrmachers. Es geht um die finale Entwertung eines Menschen, der von sich selbst bereits so abzusehen gelernt hat, dass er seinen Leichnam zu Lebzeiten als Pfand einzusetzen bereit ist. Das ist die Ausgangslage auf der gleißenden Bühne.

Maja Hofmann tritt da als Elisabeth ganz großartig auf - und auch die in zig Rollen aktiven Lisa Hofer und Sophie Melbinger spielen so auf den Punkt genau die Stadien der Pression durch, das man nur staunen kann.

Elisabeth kommt in ein Anatomisches Institut, um für hundertfünfzig Mark die Leiche zu verkaufen, die sie bald sein wird. Die will aber keiner haben. Gleichwohl leiht ihr der zuzeiten in der Verdopplung besonders potent wirkende Präparator die gewünschte Summe. Vorgeblich möchte Elisabeth damit einen Wandergewerbeschein erwerben, tatsächlich muss sie eine Geldstrafe begleichen. Der Schwindel fliegt auf und vergrößert die Schwierigkeiten. So kommen Elisabeth Glaube, Liebe und Hoffnung abhanden.

Am Ende sucht sie den Freitod. Bis dahin wird sie enttäuscht, auch von dem Polizisten Alfons Klostermeyer, der in dieser Inszenierung nur mit Zitaten zu identifizieren ist. Das ist ein schönes Spiel. Man vernimmt ein sadistisch grundiertes "Die Pflicht ruft" und weiß: Da spricht Alfons."

Das Original gibts hier

Freitag, 21. August 2009

Donnerstag, 13. August 2009

Malen nach Zahlen.

So eine Sommerpause hat schon was tolles. Und Excel natürlich auch. Während also Kollege Egloff mit seinen drei Schauspielerinnen nebenan schon das neue Stück probt (GLAUBE LIEBE HOFFNUNG, Premiere am 12. September), hier mal ein tiefer Griff in die Geschichte der Landungsbrücken. 30 Eigenproduktionen hatten wir seit November 2004. Da kann man sich ja schonmal fragen, welche Muster man eventuell erkennen kann. Gibt es bestimmte Konstellationen, die besser laufen als andere? Gibt es generell Stücke, die keiner sehen will, egal wie gut sie sind und wieviel tolle Kritiken es gab?

Hier also mal ganz nüchtern unsere Top Ten:
(Unser traditionelles Weihnachtsmusical lassen wir hier mal aussen vor, da das in jeder Statistik die 4 Spitzenpositionen belegt)

I) Nach absoluten Zuschauerzahlen:

1) Das erste Mal (Februar 2008)
Beziehungsgroteske von Michal Walczak // Regie: Torge Kübler
2) Wärmetod - Dostojewski im Fight Club (Januar 2006)
Text und Regie: Peter Eckert
3) norway.today (November 2004)
Absturz von Igor Bauersima // Regie: Torge Kübler
4) Sturmfrei (Juni 2009)*
Jugendstück von Jochen Till // Regie: Julian König
5) Bauchlandung (Oktober 2008)*
Jugendstück von Jochen Till // Regie: Nenad Smigoc und Linus Koenig
6) Clockwork Orange (September 2006)
Poptheater von Julian König nach Anthony Burgess // Regie: Julian König
7) Die Möwe (Mai 2006)
Komödie oder Tragödie von Anton Tschechow // Regie: Torge Kübler
8) Die Verwandlung - Gregor Samsa und das Traumfresserchen (Juni 2006)
nach Franz Kafka und Michael Ende // Regie: Peter Eckert
9) Bier für Frauen (September 2008)
Drei Frauen Eine Verwirrung von Felicia Zeller // Regie: Tim Egloff
10)Musterschüler (Dezember 2005)
nach Ljudmilla Rasumovskayas „Liebe Jelena Sergejewna“ // Regie: Michael Haase und Linus Koenig

Wobei, das ist ja nur zum Teil aussagekräftig, da nicht alle Stücke gleich viele Vorstellungen hatten und haben konnten. (Im Durchschnitt läuft eine Produktion bei Landungsbrücken rund 10 mal).

II) Nach Zuschauerschnitt:

1) Die Verwandlung(Juni 06)
2) Sturmfrei (Juni 09)
3) Clockwork Orange (Sept 06)
4) Wärmetod (Jan 06)
5) Bauchlandung (Okt 08)
6) Das erste Mal (Feb 08)
7) zeit zu lieben zeit zu sterben (März 2006)
von Fritz Kater // Regie: Sascha Hargesheimer
8) norway.today (Nov 04)
9) Hamlet (Oktober 2005)
von William Shakespeare // Regie: Sascha Hargesheimer
10)Die Möwe (Mai 06)

Bleibt noch festzustellen, was irgendwie überhaupt nicht läuft - trotz guter Kritiken und begeisterter Zuschauer - Biblische Themen, Tod und Kammerspiele. Jeweils am Ende der Liste: Der Totmacher (2007), Das Fieber (2009) und Kain (2004). Gut, die waren ohnehin nicht für viele Zuschauer ausgelegt und bestuhlt. Aber es hätten ja trotzdem mehr kommen können...

Sonntag, 9. August 2009

Apropos Jochen Till. Ein bißchen Werbung.

Eins der Projekte, die bei der SCHÖNER ABEND SHOW am 26.09. mit Jochen Till zur Sprache kommen werden:



Den Sprecher kennt man doch auch irgendwoher. Hmmja. Lang, lang ists her. November 2004. Die zweite Premiere bei Landungsbrücken. MOZART UND SALIERI. Mit Dirk Pettenkofer. Der schien dann Blut geleckt zu haben und machte eine Sprecherausbildung. Und spricht nun den kleinen großen Nick. Die große Premierenlesung ist am 13. September im "Kurtheater Bad Soden". Dort läuft auch schon der Trailer. Und ne schöne website gibts auch.